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Hooprausch #5
Hooprausch #5 150 150 DIE BEGINEN
Finissage
Finissage 150 150 DIE BEGINEN

Was mich bewegt:
z.B. ich, Michaela – die Malerin im Gespräch

1.4. 2022 / 18.30 Uhr / Heiligengeisthof 3
Finissage der Ausstellung z.B. ich, Michaela.

„Ich dachte immer, das gehört eben dazu. Du willst Liebe und ein bisschen Zärtlichkeit, Du willst irgendwo hingehören. Und dann nimmst Du das halt hin (…) Du nennst das nicht Gewalt. Du nennst das… Alltag.“

Michaela Saß Schatzel ist 49 Jahre alt, zweimal geschieden, vierfache inzwischen alleinerziehende Mutter, und Malerin. In ihren Bildern verarbeitet sie Erlebtes. Zum Beispiel, dass sie immer funktionieren musste, obwohl sie sich eigentlich schon längst handlungsunfähig fühlte. Welchen Blick wirft ihr Schicksal auf unsere Gesellschaft? Was hat ihr geholfen, aus ihrem „Alltag“ auszusteigen?

In der Kunst findet sie ihre Selbstbestimmung wieder. Michaela malt nicht nur sich selbst. Sie kämpft mit ihren Bildern an gegen eine Kultur, die Gewalt zulässt, die Gewalt immer wieder reproduziert. Und sie verkörpert die Kraft von Kunst, Leben zu begreifen, in Beziehung zu setzen, etwas Neues entstehen zu lassen. 

Ausstellung und Gespräch
Ausstellung und Gespräch 150 150 DIE BEGINEN

Kunst inmitten des Krieges

Künstlerische Positionen aus Afghanistan

21.4.22 I 19.30 Uhr I Beginen e. V., Heiligengeisthof 3, 18055 Rostock
Führung, Kurzfilm und Gespräch mit M. Aman Anosh

Im Sommer 2021 haben die Taliban wieder die Macht in Afghanistan übernommen. Die Bedrohung ist allgegenwärtig. Tausende Menschen versuchen noch immer, das Land zu verlassen. Kritische Gegenwartskünstler*innen in Afghanistan werden an der Ausübung ihrer Arbeit gehindert und sind akut von Verfolgung bedroht. Sie vernetzen sich jedoch untereinander und nutzen letzte verbleibende Nischen um weiterzuarbeiten. Für die Ausstellung, die in Kabul unmöglich wäre, wurden Werke der 22-jährigen Künstlerin und Galeristin Hafiza Qasimi aus Kabul sowie von der von ihr gegründeten Künstler*innengruppe abfotografiert. Die Bilder geben den schrecklichen Alltag in Afghanistan wieder. Sie zeigen Hunger, Krieg und wie es ist, eine Frau oder ein Kind in Afghanistan zu sein.

Mit der Sichtbarmachung wollen wir ein Zeichen der Solidarität setzen und Menschen unterstützen, die sich vor Ort engagieren und sich für die Rechte von Frauen und Kindern einsetzen.

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Film und Gespräch
Film und Gespräch 150 150 DIE BEGINEN

Kempowski Tage 2022:
Schöne Aussicht(en)
Der blaue Engel

10.4.22 I 17.00 I li.wu in der FRIEDA 23
Filmvorführung und Gespräch
Angelika Schaser, Professorin für Neuere Geschichte an der Universität Hamburg
Moderation:
Kristin Beckmann-Natzius (Die Beginen e.V.)

Als einer der frühesten Tonfilme entstand die deutsche Tragikomödie „Der blaue Engel“ 1929–1930 unter der Regie von Josef von Sternberg. Der Film zeigt Emil Jannings als Professor Immanuel Rath, der sich in die von Marlene Dietrich gespielte Varietésängerin Lola Lola verliebt und daran zugrunde geht.

Im Gespräch mit der Historikerin hinterfragen wir den Mythos der „Neuen Frau“ der 20er Jahre. Die Veranstaltung findet statt im Rahmen der Kempowski Tage 2022.

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Visionen – Brücke zwischen Generationen?
Visionen – Brücke zwischen Generationen? 150 150 DIE BEGINEN

Ausgelöst von der Fridays for Future Bewegung stellt Videokünstlerin Gudrun Brigitta Nöh sich die Frage: Hören sich die Generationen noch einander zu? Welche Visionen gab es damals? Welche heute? Sind Visionen von gestern noch brauchbar für heute mit dem Blick auf morgen?
Entstanden ist eine filmische Betrachtung über zwei Jahre, ein Zeitdokument, gemeinsam mit der Illustratorin und Grafikdesignerin Andrea Köster.


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Ausstellungseröffnung
Ausstellungseröffnung 150 150 DIE BEGINEN

z.B. ich: Michaela

Malerei von Michaela Saß Schatzel

17.2.22 I 19.00 Uhr I Ausstellungseröffnung
Beginen e. V., Heiligengeisthof 3, 18055 Rostock

Diese Ausstellung hätte „Heimat“ heißen können oder „AufLösung“ oder „Nie genug“ oder „Wehrt Euch!“ Das alles hätte zu dieser Malerin und ihren Bildern gepasst.

Ein Bild der Medusa lassen sich oft Frauen in die Haut tätowieren. Als Zeichen dafür, dass sie Überlebende sind – Überlebende sexueller Gewalt. Dieses Bild, diese Frau beschäftigen auch Michaela Saß Schatzel. Irgendwann räumt die 49-jährige, Mutter von vier Kindern, mit dem eigenen Irrglauben auf, dass Medusa böse sei. Medusa wird ausgegrenzt, gemobbt, vergewaltigt. Nicht sie ist böse, sondern all jene, die ihr das antun. Sogar die weise Athene.

Michaela Saß Schatzel lebt in einem vorpommerschen Dorf. Das Malen hat sie sich selbst beigebracht. Sie malt, weil da ganz viel in ihr drin ist, das raus will. Zum Beispiel: Nicht ich bin der Fehler. Als sie das erkennt, malt Michaela Saß Schatzel ihre Medusa. Doch die Zweifel bleiben. So, wie auch die Scham. Schuldgefühle. Wieder Zweifel.

Eine Besucherin ihrer letzten Ausstellung in Prerow sagte ihr „Das ist ja mein Leben, das Sie da gemalt haben.“ Da wussten plötzlich zwei, dass sie nicht allein sind. Ein Gefühl, gewachsen aus Bildern. z.B. ich: Michaela.

Ausstellung bis 31.3.2022,
Mo – Mi 10 – 16 Uhr

Szenische Lesung
Szenische Lesung 150 150 DIE BEGINEN

Das Olga Benario Projekt
Szenische Lesung

27.01.22 I 20.00 Uhr
Stream aus dem Ateliertheater Rostock

Anlässlich des Gedenktags an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar widmen die Jüdische Gemeinde, der Landesfrauenrat (Projekt Dialograum schaffen) und der Rostocker Frauen*kulturverein Die Beginen e.V. gemeinsam mit dem Volkstheater Rostock der jüdischen Widerstandskämpferin Olga Benario-Prestes einen Abend im Ateliertheater.

Ute Kaiser liest die Briefe von Olga Benario, Konzept und Regie
Gabriela Börschmann liest die Akten der Gestapo
Martin Molitor liest die Briefe von Luiz Carlos Prestes
In Zusammenarbeit und mit freundlicher Unterstützung der Tochter Olga Benarios Anita Leocádia Prestes und des Literaturwissenschaftlers Robert Cohen.

Anmeldung bis 26.01. an:
veranstaltungen@die-beginen-rostock.de

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Geschützt: Kurzfilmtag 2021 Stream
Geschützt: Kurzfilmtag 2021 Stream 150 150 DIE BEGINEN

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Kurzfilmtag 2021
Kurzfilmtag 2021 150 150 DIE BEGINEN

MIT LEIB UND SEELE
FLINTA*-Shorts

21.12.21 I 19.00 Uhr
online Stream + Zoom Filmgespräch

Programm aus internationalen Kurzfilmen rund um Geschlecht, Sexualität und den eigenen Körper – gemacht von FLINTA*-Filmschaffenden. Im Anschluss an den Stream (Zugang nach Anmeldung) laden wir alle zu einem online Gespräch via Zoom ein. Mit selbst-gemixten Getränk können wir entspannt über die Filme reden – die Filmemacher:innen sind ebenfalls dazu eingeladen!

Eintritt auf Spendenbasis (Empfehlung: 3 – 10 Euro)
Anmeldung bis 20.12. an:
veranstaltungen@die-beginen-rostock.de

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Feminismus wird GROSS geschrieben
Feminismus wird GROSS geschrieben 150 150 DIE BEGINEN

Geschichten, die das Leben schreibt, auf eigene Weise erzählen – von September 2021 bis August 2022 bietet der Rostocker Frauen*kulturverein eine feministische Schreibwerkstatt für FLINT-Personen an. Teilnehmende werden eingeladen, ihren Gedanken freien Lauf zu lassen, und diese unter methodischer Anleitung in Wort, Schrift und Form zu bringen.

Ein spielerischer Einstieg, verschiedene Methoden des biographischen und dokumentarischen Schreibens sowie der gemeinsame Austausch über verfasste Texte regen an, „das Frau-sein“ und damit verknüpfte Erwartungen und Wünsche aus persönlicher und gesellschaftlicher Perspektive zu betrachten und in einem kreativen Kontext neu zu konstruieren. Der Kurs ist ausgelegt für 15 Teilnehmende, die über ein Jahr lang gemeinsam ihr literarisches Handwerk erforschen. Die Theaterpädagoginnen Nefeli Angeloglou und Cynthia Heinrich eröffnen der Gruppe einen geschützten Raum, in dem in gegenseitiger Achtsamkeit jedes Thema angesprochen werden darf. „Wir möchten euch einladen eure Gedanken auf Papier zu bringen. Dabei freuen wir uns auf eure Themen, die wir als Impulse aufgreifen und durch schriftliche, theatrale und andere performative Methoden verarbeiten.“ so Cynthia.  Die Schreibwerkstatt wird ab 1. September 2021 alle zwei Wochen immer mittwochs von 18.30 bis 20.00 Uhr online stattfinden. Im Frühjahr 2022 ist zudem eine analoge Zusammenkunft in Rostock in Form einer zweitägigen Intensiv-Werkstatt geplant. Am Ende können die Ergebnisse in einer gemeinsamen Lesung sowie einem publizierten Sammelband präsentiert werden. „Es sind keinerlei Vorerfahrungen wichtig, denn gemeinsam möchten wir auf Erkundungstour gehen!“ erzählt Nefeli voller Vorfreude.

Akteur*innen

Nefeli Angeloglou ist Literaturwissenschaftlerin und Theaterpädagogin. Sie betreut verschiedene Theater- und Sprechgruppen in und um Rostock und engagiert sich im Verein „Bunt statt Braun“.

Cynthia Heinrich ist Theaterpädagogin und Lehrerin. Sie unterrichtet die Fächer Darstellendes Spiel, Sozialkunde und Deutsch und leitet Frauentanzgruppen an.

Beginen e.V. Der Rostocker Frauen*kulturverein Unser Verein sorgt seit 1990 dafür, dass Frauen* in der Rostocker Kulturszene öffentlich präsent sind. Mit feministischem, interkulturellem und demokratischem Blick organisieren wir Veranstaltungen, Ausstellungen und Projekte zu den Themen unserer Zeit. Der Austausch zwischen unterschiedlichen Kulturen und Generationen liegt uns am Herzen. Von uns als Frauen*kulturverein dürfen sich alle Personen angesprochen fühlen, die sich selbst als Frau fühlen.

Zielstellung

Mit der Methode des Feministischen Storytellings erforschen die Teilnehmenden Möglichkeiten der Einflussnahme auf gesellschaftliche (Fehl-) entwicklungen, vor allem in Bezug auf Ausgrenzungstendenzen divers orientierter Menschen. Es dient der Etablierung eines feministischen Netzwerkes. Wesentlich ist der intergenerative Austausch und Diskurs, um die Erkenntnisse und Erfahrungen der Teilnehmenden aus verschiedenen Generationen zu diskutieren sowie zugänglich und nutzbar zu machen. Aus den Projektergebnissen heraus sollen politische Forderungen für mehr Partnerschaftlichkeit, Diversität abgeleitet und öffentlich präsentiert werden.

Szenische Lesung
Feminismus wird GROSS geschrieben

28.5.2022 / 18.00 Uhr / KuLaWe Schwaan
Letschow Ausbau 44 a, 18258 Schwaan

Im Projekt „Feminismus wird GROSS geschrieben“ treffen sich diverse Frauen* unterschiedlicher Generation und Herkunft. Regelmäßig kommen sie zusammen, um ausgehend von eigenen Erfahrungen Texte zu schreiben. Anhand ihrer Geschichten diskutieren sie im geschützten Raum ihrer festen Gruppe über „das Bild der Frau“, tauschen Diskriminierungserfahrungen aus und sprechen über ganz alltägliche Themen wie Liebe, Bürokratie und Fehlerkultur. Dabei analysieren sie auch, was immer noch falsch läuft in Sachen Gleichstellung und Diversität. Sie schreiben Heldinnen-Geschichten und formulieren ein feministisches Manifesto. Gemeinsam ermutigen sie sich und werden selbst zu Heldinnen.

Die Szenische Lesung gibt Einblicke in den Projektzwischenstand und stellt die Methoden des feministischen Storytellings vor. Ein Gesprächsraum wird eröffnet.

Auszüge aus einigen Texten:

„Denn die gestörten Landschaften, das sind auch wir: Zerklüftet vom täglichen Vielerlei, das an uns reißt, weil wir das Eigene noch immer nicht gelernt haben.“ (Kathrin)

„Weißt du was, Horst: Nein, ich entschuldige mich nicht. Mir geht es nicht gut – Danke der Nachfrage übrigens – und ich werde heute nirgendwo hingehen.“ (Anne) 

Ideal wird aus dem Wort Schönheitsideal gestrichen, weil wir die Schönheit im Individuum erkennen.“ (Alina)

„Ich weigere mich allein in meiner Ecke Kreise zu ziehen. Ich bin Feministin und trage meine Energie durch die Gänge. Die Kreise sollen größer werden, weiter. Gemeinsam.“ (Nicole)

 „Wir haben es geschafft! ICH HABE ES GESCHAFFT!“ (Michaela)

„Wenn du gehst, bleibt deine Spur. Und sie ist mächtig. Auch wenn sie nicht greifbar ist.“ (Rose)

Dieses Projekt wird gefördert durch

Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des BMFSFJ oder des BAFzA dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autorinnen und Autoren die Verantwortung.