Ausstellungen

``it´s windy cindy``

31.05. – 14.07.2017
Midissage 20.06. um 19.30 Uhr
Heiligengeisthof 3

12 Zeichnerinnen zeigen Illustrationen, Comics und Malerei.
Im Norden ist immer Wind. Mal fordert er uns von vorn heraus, mal hemmt er uns von der Seite und dann wieder treibt er uns an. Wind bedeutet Heimat, Familie, Leben. Er begleitet uns, verweht flüchtige dumme Gedanken oder wühlt genau diese auf. Wenn wir verreisen oder in andere Städte ziehen, kommt er mit ins Gepäck, hebt uns in fremde Arme, verstreut uns und zieht sich flau zurück.
Tine Schulz versammelt in dieser Ausstellung 12 junge Illustratorinnen, die sich dem Thema »it’s windy cindy« auf unterschiedlichste Weise nähern, sei es zeichnerisch, anhand von Collagen, Siebdrucken oder Linolschnitten.
Wichtig ist ihr dabei vor allem die Vielfalt der weiblichen illustrativen Arbeiten im Nordosten zu fördern und der Öffentlichkeit zugänglicher zu gestalten.
Mit Illustrationen, Bildern und Comics von
Anne Becker, Juliane Egner, Tini Holzke, Andrea Köster, Silke Müller,
Pia Neumann, Anne Schmidt, swinx aka Cindy Schmid, Tine Schulz,
Nina Schumann, Friederike Vogl und Konstanze Zelck.
Mehr im Internet unter itswindycindy.tumblr.com
Anfragen, Pressebilder etc. bitte an post@tineschulz.de

Arthothek-Kunst zum Ausleihen

15.05 – 30.05.2017
Heiligengeisthof 3

Mit Werken von Iris Vitzthum, Angela Preusz, Juliane Laitzsch, und Barbara Kinzelbach.
Ziel der Beginen-Artothek ist es, eine demokratische und geldunabhängige Kunst-Begegnung zu befördern. Die Ausleihmöglichkeit will Kunst auch den Menschen zugänglich machen, die nicht zu regelmäßigen Besucherinnen und Besuchern von Galerien, Museen und Auktionen gehören. Ohne Hürde können Kunst-Interessent_innen aktuelle Kunst  in ihren privaten Räumen erleben. Die Ausleihzeit beträgt zwischen 1 und 3 Monaten. Die Arbeiten werden transportfertig an die Nutzer_innen übergeben und bei Bedarf auch angeliefert. Gern vermittelt der Verein den direkten Kontakt zu den Künstlerinnen.
Die Nutzerinnen und Nutzer zahlen eine Aufwandsentschädigung an den Verein, die den Künstlerinnen zu Gute kommt. Die Arbeiten selbst bleiben Eigentum der Künstlerinnen. Dies ist ein wesentlicher Unterschied zu herkömmlichen Artotheken, in denen Werke aus den Sammlungen von Museen und Kunstvereinen ausgeliehen werden können.
Nähere Informationen: info@die-beginen-rostock.de, Telefon 0381 128 9797

vor und zurück.back and forth

Juliane Laitzsch

Zeichnungen

Ausstellungseröffnung am 21.2.2017, 19:30 Uhr

Die Arbeiten von Juliane Laitzsch wurzeln in der Neugierde, die Dinge in ihrem Werden und Vergehen zu verstehen. Dazu befasst sie sich immer wieder mit historischen Objekten und deren Biografie. Aktuell gilt ihre Aufmerksamkeit 63 spätantiken Stofffragmenten, die sich heute im Besitz des Kulturhistorischen Museums Magdeburg befinden. Die Stofffragmente stammen aus „wissenschaftlichen“ Grabungen in Ägypten. Im 19. Jahrhundert wurden große Gräberfelder geöffnet auf der Suche nach „interessanten“ Textilien, um diese anschließend auf dem Kunstmarkt zu verkaufen. Die kleinen Fragmente sind sehr dicht und zum Teil überlappend in sechs einfachen Holzrahmen montiert. Es handelt sich um die seit dem Ankauf 1889 unveränderten originalen Montagen. Mit ihrer aktuellen künstlerischen Arbeit wirft Juliane Laitzsch unterschiedliche Perspektiven auf den Zusammenhang von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Die Zeichnung dient ihr dabei als ein Medium der Annäherung und der Verlangsamung.

Die Serie ist die erste, die im Rahmen des Projekts “Vor und Zurück / Back and Forth“ entstanden ist und werden erstmals öffentlich präsentiert. Zu sehen sind stark vergrößerte, aber so genau wie möglich gezeichnete Details der Stofffragmente. Ergänzend dazu sind die nicht sichtbaren Rückseiten der Fragmente imaginiert. Die spiegelverkehrte Position der Durchbrüche und Löcher ist das einzig sichere, was sich über die Rückseiten behaupten lässt.

Der Titel „Vor und Zurück / Back and Forth“ spielt mit der Assoziation einer Bewegung, die letztlich doch auf der Stelle verbleibt. Wie bewegt sich ein 1500 Jahre alter Gegenstand durch die Zeit? Wie ist eine Annäherung möglich? Die Arbeiten von Juliane Laitzsch laden ein, den Blick auf den Gegenstand, so wie er sich im Prozess der Zeichnung wieder findet, nachzuvollziehen.

Die Ausstellung ist bis zum 31.3.2017 zu sehen.

Abbildung: aus der Serie vor und zurück / back and forth, Buntstift auf Papier, 2016

Die Arbeiten sind bis 31.03.2017 montags bis freitags 10-15 Uhr und auf Anfrage zu sehen.